Exkursion nach Vorarlberg

Im Rahmen des Lichtseminars, welches ich im nun vergangenen Semester belegt habe, ging es zum Abschluss auf eine Exkursion nach Österreich. Genauer gesagt in das Bundesland Vorarlberg. Eingeladen wurden wir von der Firma Zumtobel, welche Ihren Firmensitz in Dornbirn pflegt.

Am Sonntag früh habe ich mich um 6:13 Uhr in Darmstadt am Hauptbahnhof in den RJX 897 nach Bregenz gesetzt. Non-Stop innerhalb viereinhalb Stunden brachte mich dieser nach Bregenz an den Bodensee. Das Programm der Exkursion begann erst am Abend und somit hatte ich die Zeit mir Bregenz etwas näher anzuschauen.

Bregenz ist eine charmante Stadt am Bodensee und bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für jeden Geschmack. Ich habe mich jedoch auf die Architektur konzentriert und diese erkundet. Die Stadt ist bekannt für ihre moderne Architektur und bietet viele interessante Gebäude, die ich auf meinem Ausflug besucht habe.

Eines der beeindruckendsten Gebäude ist das Kunsthaus Bregenz, das von dem berühmten Architekten Peter Zumthor entworfen wurde. Es ist ein modernes Gebäude, das am Ufer des Bodensees liegt und sich durch seine minimalistische Architektur auszeichnet. Das Kunsthaus ist ein Museum für moderne Kunst und ist einen Besuch wert, auch wenn man sich nicht für Kunst interessiert.

Ein weiteres beeindruckendes Gebäude ist das vor kurzem eröffnete Vorarlberg Museum, das sich in der Nähe des Kunsthauses befindet. Das Museum ist in einem modernen Gebäude untergebracht, welches sich perfekt in die umliegende Landschaft einfügt. Es ist ein Ort, an dem man viel über die Geschichte und Kultur Vorarlbergs erfahren kann.

Nachdem ich mir die Architektur der Stadt angesehen habe, machte ich mich auf den Weg zum Berg Pfänder. Die Pfänderbahn ist eine der beliebtesten Attraktionen der Stadt und bringt die Besucher auf den 1.064 Meter hohen Gipfel des Pfänders. Die Aussicht von dort oben ist atemberaubend und bietet einen herrlichen Blick auf den Bodensee und die umliegenden Berge. Besonders die Rheinmündung in den Bodensee ist gut zu sehen. Leider war es etwas diesig als ich oben war. Somit war die Sicht ein wenig eingeschränkt. Ich habe oben einen kleinen Spaziergang durch den Alpentierpark gemacht und die Luft etwas genossen.

Insgesamt war mein Ausflug nach Bregenz ein voller Erfolg und ich habe eine Menge gesehen und erlebt. Die Architektur der Stadt ist beeindruckend und die Aussicht vom Berg Pfänder ist atemberaubend.

Auf das Kunsthaus in Bregenz würde ich gerne noch etwas ausführlicher eingehen, weil es mich von seiner Architektur her sehr beeindruckt hat. Das Kunsthaus Bregenz ist eines der bekanntesten Gebäude der Stadt und ein echter Blickfang. Es wurde vom renommierten Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfen und ist ein Meisterwerk der modernen Architektur.

Das Gebäude befindet sich direkt am Ufer des Bodensees und fällt sofort durch seine minimalistische Architektur auf. Der Fokus liegt auf der Form und der Materialität des Gebäudes, das aus Beton und Glas besteht und in klaren, geraden Linien gestaltet ist.

Das Kunsthaus Bregenz besteht aus mehreren Ebenen, die durch Rampen miteinander verbunden sind. Es gibt keine traditionellen Treppen oder Aufzüge, was dem Gebäude eine einzigartige Atmosphäre verleiht und den Besucher auf eine ungewöhnliche Art und Weise durch das Museum führt.

Die Innenräume des Kunsthauses sind genauso beeindruckend wie die Außenfassade. Die Räume sind großzügig gestaltet und bieten viel Platz für die Ausstellung von moderner Kunst. Auch hier setzt Peter Zumthor auf klare Linien und minimalistische Gestaltungselemente.

Ein weiteres Highlight des Kunsthauses Bregenz ist die Dachterrasse, die einen atemberaubenden Blick auf den Bodensee und die umliegenden Berge bietet. Die Terrasse ist auch als Veranstaltungsort beliebt und wird oft für besondere Events genutzt.

Insgesamt ist das Kunsthaus Bregenz ein beeindruckendes Beispiel für moderne Architektur. Peter Zumthor hat es geschafft, ein Gebäude zu schaffen, das in perfekter Harmonie mit der umgebenden Landschaft steht und gleichzeitig einen starken visuellen Eindruck hinterlässt. Wer sich für Architektur und moderne Kunst interessiert, sollte sich einen Besuch des Kunsthauses Bregenz auf keinen Fall entgehen lassen.

Am Montag Abend lud uns die Firma Zumtobel dann zum Essen in Bregenz ein. Mittlerweile waren auch die anderen aus dem Seminar angereist. Übernachtet haben wir in einer Jugendherberge nahe des Bodensees.


Am Montag drehte sich das Programm vorwiegend um die Firma Zumtobel. Wir besichtigten das Lichtforum in Dornbirn, in dem es zahlreiche Beleuchtungsprodukte und -techniken zu entdecken gab. Außerdem erhielten wir eine Führung durch eine der Produktionsstätten sowie durch einige Messtechnische Labore. Nach einem Meet and Green mit einigen Mitarbeitern des Unternehmens und weiteren kleinen Vorstellungen beendeten wir den Tag mit der Abschlusspräsentation unserer Seminarleistung. Darauf gehe ich in diesem Beitrag näher ein.


Am Dienstag ging es dann wieder etwas mehr um die Vorarlberger Architektur. Dazu sind wir mit einem Reisebus in den Ort Hittisau im Bregenzer Wald gefahren. Dort gab es einiges zu besichtigen. Begonnen haben wir mit einem ehemaligen Bauernhaus, welches zu einem Wohnhaus umgebaut wird. Das Gebäude besteht aus einem Wohnhaus und einem ehemaligen Kuhstall bzw. einer Scheune.

Besonders interessant war die Holzbauweise, welche uns von dem vor Ort tätigen Zimmermann näher erläutert wurde.


Als Nächstes ging es in das Frauenmuseum Hittisau. Das Frauenmuseum Hittisau ist ein einzigartiges Museum, das sich ausschließlich der Geschichte, Kultur und Kunst von Frauen widmet.

Das Museum ist in einem Gemeinschaftshaus untergebracht und bietet eine beeindruckende Sammlung von Exponaten und Artefakten aus der Frauenkultur. Das Gebäude wird von zahlreichen Einrichtungen der Gemeinde genutzt, unter anderem der Feuerwehr, dem Musikverein und vielen mehr. Die Ausstellung umfasst eine Vielzahl von Themen, darunter Frauengeschichte, Frauenarbeit, Frauenbewegung und Frauenkunst.

Das Frauenmuseum Hittisau veranstaltet auch regelmäßig Sonderausstellungen, die sich verschiedenen Aspekten der Frauenkultur widmen. Es gibt auch Workshops, Führungen und Vorträge, die das Verständnis für die Rolle von Frauen in der Geschichte und Kultur vertiefen.

Das Frauenmuseum Hittisau ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum in Vorarlberg und ein wichtiger Ort für die Erforschung und Anerkennung der weiblichen Geschichte und Kultur. Es ist ein einzigartiges Museum, das die vielfältigen Beiträge von Frauen in der Gesellschaft würdigt und feiert.

Architektonisch verfügte das Gebäude über einige interessante Details. Besonders schön war der Holzboden, welcher aus Sägerauen Dielen hergestellt wurde. Dieser unkonventionelle Weg einen unversiegelten und unbehandelten Holzboden zum Einsatz zu bringen war inspirierend. Der Boden erzählt dadurch seine eigene Geschichte weil jeder Besucher sich ein wenig durch Kratzer verewigt.


Der anschließende Programmpunkt sah einen Besuch bei dem Licht und Architekturbüro Georg Bechter vor.

Georg Bechter ist ein österreichischer Architekt und Lichtplaner, der sich auf die Gestaltung von Innenräumen und Außenbereichen spezialisiert hat. Er ist bekannt für seine innovativen und ästhetisch ansprechenden Designs, die sowohl funktional als auch ästhetisch sind.

‚Georg Bechter Architektur‘ ist ein Unternehmen, das Georg Bechter im Jahr 1995 gegründet hat. Es ist ein multidisziplinäres Büro, das sich auf Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Design spezialisiert hat. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hittisau, Vorarlberg, und hat in den letzten Jahren zahlreiche Projekte in Österreich und international realisiert.

Das Büro zeichnet sich durch eine klare, minimalistische Designästhetik aus, die Funktionalität und Ästhetik auf beeindruckende Weise kombiniert. Die Projekte sind in der Regel sehr individuell und auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Zu den bemerkenswertesten Projekten von Georg Bechter Architektur gehören der Umbau des Kunsthaus Bregenz und der Neubau des Bildungshauses St. Arbogast.

‚Georg Bechter Licht‘ ist ein Ableger vom Architektur Büro, der sich auf die Gestaltung von Lichtkonzepten spezialisiert hat. Er wurde 2006 gegründet und hat seinen Sitz ebenfalls in Hittisau. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Projekte in Österreich und international realisiert.

Das Unternehmen zeichnet sich durch die Verwendung von innovativen Lichtkonzepten aus, die die Architektur des Raumes betonen und ihn in eine besondere Atmosphäre tauchen. Die Projekte von Georg Bechter Licht reichen von öffentlichen Gebäuden und Einkaufszentren bis hin zu privaten Wohnhäusern und Kunstgalerien.

Für mich war die Architektur des Gebäudes in dem sich diese beiden Unternehmen befinden besondern interessant. Sie zeichnet sich durch eine sehr gute Materialkomposition und einen angenehmen Raumfluss aus. Der nachhaltige Schwerpunkt der Planung wird auf den Bildern deutlich.


Im Anschluss ging es zu einem kleinen Mittagessen und dann zurück nach Dornbirn. Zurück im Ort empfingen uns der Bauherr und der Architekt eines Wohnungsbauprojekts, dem sogenannten Maselli Areal. Die Fassadengestaltung lässt dieses Projekt sichtbar in den Vordergrund treten. Der Architekt Marc Hoffescher erläuterte uns das Konzept der etwas aussergewöhnlichen Wohnanlage und brachte uns seine Gestaltungsansätze näher.

Dieses Wohnungsbauprojekt ist nur ein kleiner Teil des großen städtebaulichen Entwicklungsprojekts welches das Maselli Areal umfasst.

Das Maselli-Areal umfasst insgesamt rund 44.000 Quadratmeter und war ursprünglich ein Produktionsstandort für Textilien. Es wurde im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Industriegebiet in Dornbirn. Das alte Fabrikgebäude wurde in den 1960er Jahren erbaut und war bis 2003 in Betrieb.

Das Maselli-Areal wird zu einem lebendigen und attraktiven Stadtteil mit vielfältigen Nutzungen entwickelt. Das Konzept sieht vor, dass Wohnungen, Büros, Nach der Schließung des Maselli-Werks wurde das Areal von der Stadt Dornbirn erworben und zu einem neuen Stadtteil umgestaltet. Das Projekt wird von einem Team aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten betreut und soll bis 2030 abgeschlossen sein.

Geschäfte, Restaurants, kulturelle Einrichtungen und öffentliche Grünflächen auf dem Gelände entstehen werden. Das Ziel ist es, einen urbanen Raum zu schaffen, der das Stadtzentrum von Dornbirn erweitert und ein neues Zentrum für die Stadt schafft.

Ein wichtiges Merkmal des Projekts ist die Erhaltung der historischen Bausubstanz des Fabrikgebäudes, das in das neue Stadtteil integriert wird. Das Maselli-Gebäude wird in ein multifunktionales Kulturzentrum umgewandelt, das Platz für Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte bieten wird.

Insgesamt ist das Maselli-Areal ein aufregendes städtebauliches Projekt, das dazu beitragen wird, das Stadtbild von Dornbirn zu verändern und das Potenzial hat, zu einem wichtigen Anziehungspunkt in der Region zu werden.


Nach einem kleinen Besuch im Vorarlberger Architekturmuseum ging es am Abend wieder in Richtung Heimat. Diese Exkursion war eine sehr interessante Reise, welche mir die Vorarlberger Architektur näher gebracht und mich inspiriert hat. Ich habe einiges gelernt und konnte definitiv etwas mitnehmen. Auch neue Möglichkeiten zur Beleuchtung und zur Gestaltung von und mit Licht habe ich kennenlernen können. Ich bin froh dass ich dabei war. Einzig und allein die Organisation seitens der Uni war leider nicht so gelungen… Das betraf aber nur die Unterkunft. 😉

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